Geplant schrittweise öffnen, statt überstürzte Öffnungsschritte zu gehen!

Die Landesschülervertretung des Saarlandes hat Bedenken bei den vom Ministerrat am 23.02.2021 entschiedenen Öffnungsperspektiven für die weiterführenden Schulen. Wir begrüßen die frühe Entscheidung, durch die verbleibende Woche bis zu den weiteren Schulöffnungen können die Schulen den Wiedereinstieg in den Wechselunterricht vorbereiten. Die Möglichkeit, dass sich jeder Schüler zweimal pro Woche kostenlos testen lassen kann, begrüßen wir ausdrücklich.

„Statt alle Klassen mit Ausnahme der gymnasialen Oberstufe im Wechselunterricht zu beschulen, ist die schrittweise Öffnung für bestimmte Klassenstufen zu bevorzugen. Von Anfang an, haben wir die Bevorzugung der HP1 und der Klasse 5 und 6 gefordert, da die HP1 direkt abiturrelevant ist und stark unter der Schulschließung gelitten hat“, erklärt dazu der komm. Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz.

Drei-Stufen-Plan

In Stufe 1 zunächst sollen die Klassenstufen 11, 5 und 6 in verkleinerten Gruppen abwechselnd präsent und online beschult werden. Danach sollte der Wechselunterricht in Stufe 2 um die weiteren einen Abschluss vorbereitenden Klassenstufen erweitert werden. In der letzten Stufe sieht das Modell der LSV Saar vor, die restlichen Klassen in den Wechselunterricht zu überbringen.

Durch die stufenweisen Öffnungen können die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen genau beobachtet werden. Ebenfalls kann so das Risiko von notwendig werdenden Rückschritten nach negativen Entwicklungen des Infektionsgeschehens so minimiert werden. Die Klassenstufe 11 wird in dem vorgeschlagen Stufenplan bereits am Anfang berücksichtigt, wodurch eventuelle Wissenslücken frühzeitig erkannt und behoben werden können, was besonders mit Blick auf das im nächsten Jahr anstehende Abitur wichtig ist. Vor allem in der gymnasialen Oberstufe ist die Angst vor Wissensmängeln sehr groß, was die nachfolgend beschriebene Umfrage darstellt.

Umfrage mit saarländischen Schüler*Innen

Im Zeitraum vom 02.02.021 bis 17.02.2021 wurde von der Landesschülervertretung des Saarlandes eine Onlineumfrage mit saarländischen Schüler*Innen durchgeführt. Insgesamt haben über 5.500 Schüler*Innen aus Schulformen und Landkreisen teilgenommen. Die erhobenen Daten werden aktuell durch einen beim Wissenschaftszentrum Berlin tätigen Nachwuchswissenschaftler ausgewertet. Die ersten Auswertungsergebnisse liegen jedoch bereits vor und wurden bei der Erarbeitung des Stufenplans berücksichtigt. Insgesamt gaben die meisten Schüler*Innen an, dass sie besonders um Mängel im individuellen Wissenstand besorgt sind. Entsprechende Ängste finden Sich vor allem in der gymnasialen Oberstufe (Klassenstufe 11-13) wieder. 39% der Schüler*Innen gaben zudem an, dass sie den Onlineunterricht in der aktuellen Situation bevorzugen. 37,1% gaben an, ein Wechselmodell zu unterstützen. Um einen Mittelweg aus den Wünschen der Schüler*Innen zu finden, begrüßen wir den schrittweisen Einstieg in ein Wechselunterrichtsmodell.

Dazu der komm. Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz: „Diese Angaben der Schüler*Innen sind besorgniserregend und zeigen, dass die aktuelle Situation vor allem in der Oberstufe Angst vor Wissens- und Verständnismängeln erzeugt. Diese Angst müssen wir den Schüler*Innen nehmen und sie bei der Rückkehr in den Präsenzunterricht bevorzugen.“ Weiter ergänzt er: „Wir sind gespannt auf die weitere Evaluation unserer Umfrage, um den Zusammenhang zwischen Sorgen und Problemen der Schüler*Innen mit der Qualität des Onlineunterrichtes sowie den einzelnen Schulformen, Landkreisen und Klassenstufen zu erfahren.“

Kategorien: Allgemein

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