Die Landesschülervertretung des Saarlandes spricht sich dafür aus, die aktuelle Handhabung von Kopfnoten- womit die gemeint sind -abzuändern. Dafür ist es wichtig, dass ein landesweiter Standard eingerichtet wird, der vergleichbar und insbesondere für Schüler*innen, Eltern und Arbeitgeber*innen transparent ist.

Die Mitarbeit ist ein dauerhaft wechselnder und individueller Prozess der Beteiligung im Unterricht, die auch durch die psychische Verfassung des Schülers bzw. der Schülerin und das Interesse am jeweiligen Fach beeinflusst wird. Die Benotung dieser spiegelt lediglich eine temporär begrenzte punktuelle Wiedergabe der Beteiligung am Unterricht dar. Fehler sind daher nicht allgemein einsehbar und verbesserbar und durch die subjektiv gewählten Bewertungsmaßstäbe nicht immer nachvollziehbar. In der gymnasialen Oberstufe wird auf die Vergabe zusammenfassender Kopfnoten auf Zeugnissen verzichtet, wobei die einzelnen Mitarbeitsnoten in die Gesamtnote der jeweiligen Fächer einfließen. Auch hier gilt es zu betonen, dass Schüler*innen über das Zustandekommen der jeweiligen Mitarbeitsnote aufgeklärt werden müssen und über eine schriftliche Erklärung verfügen sollten.

Die Landesschülervertretung des Saarlandes empfiehlt deshalb, die Zeugnisnoten um eine schriftliche Begründung der Kopfnoten zu ergänzen. Eine Note wird zur Übersichtlichkeit und zur vereinfachten Handhabung zusätzlich zu einer Begründung beibehalten. Die Individualität eines einzelnen Schülers in verschiedenen Fächern kann dadurch besser widergespiegelt werden und durch die Beschreibung der Noten können diese differenzierter und umfassender dargestellt werden.

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