Die Landesschülervertretung und die Landeselterninitiative für Bildung wollen keine Schulschließungen, Ferienverlängerungen oder Online-Unterricht. Stattdessen gelte es, alle Kraft darauf zu richten, dass die positiven Wirkungen von Impfungen greifen. Dazu fordern die beiden Organisationen das Sozialministerium auf, innerhalb der nächsten beiden Wochen für alle Lehrkräfte und andere pädagogische Profis ein Angebot für eine Booster-Impfung zu organisieren und mobile Impfteams in das Umfeld von Schulen zu schicken. Auch, damit darüber hinaus für Schüler*innen, deren Eltern und noch nicht geimpftes Lehrpersonal Impfen leichter wird. Es sei eine Zumutung, welche Wartezeiten Impfwilligen inzwischen zugemutet würden, wo doch eine höhere Impfquote erreicht werden müsse und breit für Impfen geworben werde. Auch Informationsangebote für junge Menschen auf den Social-Media-Plattformen gebe es zu wenig. „Wir hätten uns die Kreativität der Kampagne „Großes entsteht immer im Kleinen“ für eine entsprechende Impf-Kampagne für Jugendliche und junge Erwachsene gewünscht.“, teilten die Landesschülervertretung und die Landeselterninitiative mit.
Beide Organisationen sehen gerade die Menschen im „Kontaktfeld“ von Schulen in einer moralischen Verpflichtung, sich impfen zu lassen. Besonders die Lehrkräfte, von denen nach Schätzungen etwa 10 Prozent nicht geimpft sein sollen, hätten eine Vorbildfunktion. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass der Schulbetrieb aufrechterhalten bleiben könne und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen nun wirklich höchste Priorität eingeräumt wird. Sie brauchten neben familiären auch vollkommen selbstverständlich staatliche Strukturen, die ihnen Halt geben mit Bildung, Erziehung und sozialen Gemeinschaften.
Die Landesschülervertretung und die Landeselterninitiative für Bildung bedauern generell, dass immer noch viele Menschen sich ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, „ja, ihrer moralischen Pflicht“ zum Schutz aller nicht im Klaren seien. Das stimme sehr nachdenklich. Und dafür hätten sie kein Verständnis, denn die Impfungen seien ein wirksames Instrument, die Krise zu beenden. So lange es außerhalb der Schulgemeinschaften kein Umdenken gebe, könne man die Schule im Innern noch so sicher machen, es würden immer weiter Infektionen in die Schule getragen. Die Pandemie gehe jeden an! Deshalb müssten alle handeln und sich solidarisch zeigen mit denjenigen, die erst viel später die Möglichkeit zur Impfung hatten oder sie bis heute noch nicht besitzen.

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